Joachim Adolphi

Struktur als Protokoll des Werdens


0. Einstieg in die „Struktur“

Historischer Einstieg

1967 war das Thema meiner Wahl beim schriftlichen Deutsch-Abitur, Goethe („Faust“) und Brecht („Leben des GG“) zu vergleichen. Der Gedanke aus dem Galileo Galilei, dass Gott das menschliche Hirn immer so machen würde, dass ihm (dem Menschen) auch das Komplizierteste in seiner (Gottes) Natur einfach erschiene, hat mich mein Leben lang begleitet und dazu geführt, stets nach „einfachen“ Lösungen zu suchen oder zumindest mit diesen zu starten, bevor sie schrittweise komplexer angepasst werden.
Das klappt besonders beim Staunen über Strukturen in unserer Welt. Denn nach dem Staunen (erster Blick) kommt das Nachdenken über das Warum (zweiter Blick) und dann manchmal das Probieren der Modellierung (dritter Blick). Wenn die Modellierung Ähnlichkeit mit der Realität hat, kann man davon ausgehen, dass man etwas „verstanden“ hat.
Das ist aber nur etwas für Neugierige (neugierig vor allem darauf, ob man das selber, also „ganz alleine“, schaffen kann).

Wer „Fertiges“ sucht oder nur zuschauen will, wie andere sich mühen, ist hier falsch. Wer „Mitdenken“ möchte, ist herzlich eingeladen, auf diesen Seiten nach Herzenslust zu stöbern und seinen Senf dazuzugeben.

Zuerst wird untersucht, was „Struktur“ überhaupt ist. Dabei wird auch behandelt, ob überhaupt eine „Ursache“ vorhanden sein muss. Das ist wohl noch Philosophie.

Schlottwitz-Achat aus der Müglitz bei Weesenstein, geschnitten und poliert

Dann kommen einfache Beispiele, um die Typen von Struktur unterscheiden zu lernen. Das klingt schon nach Logik und Physik (und damit nach Mathe!).

Tansania-Pyrit samt Indizierung (SHAPE) und reduzierter Mischform (100)-(210) (JA) (stereo-schielen!)

Und danach kann es endlich ans Modellieren von Prozessen gehen, die am Ende zu Strukturen führen könnten. (Wer Logik und Mathe nicht will, braucht einfach den entsprechenden Links nicht zu folgen und berauscht sich vorerst einfach nur an den Ergebnissen; vielleicht machen die dann doch neugierig?)

Modellierung 2-dimensionalen Wachstums mit anisotroper OF-Diffusion (links alter Zustand, Mitte neue energiegesteuerte statistische Anlagerung aus Umgebung, rechts nach energiegesteuerter statistischer OF-Diffusion, alles temperaturabhängig einstellbar)

Am Ende werden wir mit Strukturen spielen, zum Beispiel in der Musik:

J.S.Bach: Chromatische Fantasie d-moll: chromatischer Abgang des verminderten Dreiklangs als mehrdeutige Modulation im Vorschluss (Kopie aus Youtube): sequentielle Subdominanten mit chromatisch erscheinender Tritonus-Folge

Aktueller Einstieg

Meine Frau: „Wer ist der Verfasser vom Dschungel-Buch?“ Ich, aufwachend: „Was für ein Kartoffel-Schimmel-Buch?“ Sie musste so lachen, dass sie die Frage nicht wiederholen konnte. (Schön, dass sie darüber lachen kann, wenn ihre Fragen bei mir in einer Neben-Task bearbeitet werden…)

Mein „unterbewusster Geist“ hatte perfekt gearbeitet und ganz automatisch und blitzschnell nach einem bekannten Muster gesucht, als er die Frage-Situation nicht komplett im Griff hatte und den Kurzzeit-Speicher abrief und nach Entsprechungen im Langzeitspeicher suchte. Wo hat die Evolution diese Muster-Erkennungs-Strategie her? Was sind überhaupt „Muster“ und „Strukturen“? Darum wird es hier auf vielen Seiten von allen Seiten her gehen!

Amethyst-Achat

Schlottwitzer Stein mit sehr unterschiedlichen Struktur-Elementen aus meiner Achat-Sammlung

Fast jeder von uns hat schon einmal erstaunt innegehalten, wenn er eine „schöne“ oder eine „merkwürdige“ Struktur gesehen hat! Wie ist sie nur entstanden? Unbewusst empfinden wir, dass dahinter ein Prozess stehen müsse. Seit ich einen Fotoapparat habe, versuche ich Bilder solcher Strukturen festzuhalten. Seit ich einen Rechner habe, versuche ich die einfachen Muster-Bilder, die wir schon als Kinder gezeichnet haben, zu vervollkommnen, denn der Rechner ist „fleißig“ genug, auch umfangreiche Tätigkeiten ohne zu murren zu übernehmen. Das Gute an diesem Kumpel ist, dass er uns völlig emotionslos merken lässt, wenn wir etwas nicht verstanden haben, denn dann funktioniert ein „Modell“ nicht. (Wichtig: „Modellieren“ ist nicht „Visualisieren“ oder „Animieren“ fertiger Muster, sondern Eingabe der Regeln und Rahmen und dann Warten aufs Ergebnis und Vergleichen mit der nachzubildenden Wirklichkeit.)

Mein Plan für GEDANKEN-EXPERIMENTE und WILDE MODELLIERUNGEN, der schrittweise hier als wachsender Seiten-Salat umgesetzt werden soll (bitte Geduld!!, das dauert sicher MONATE oder gar JAHRE, und bitte Nachsicht, denn der Plan wird Leben entwickeln und sich ändern, vermute ich mal) und vielleicht zum MITDENKEN oder NACHDENKEN und NACHMACHEN (selber essen macht fett!!) anregen kann, spiegelt sich im Inhaltsverzeichnis wider:

Das komplette hierarchische Inhaltsverzeichnis kann man auf jeder Seite rechts oben am Dreistrich-Icon aufklappen, falls es – je nach Bildschirm-Einstellung oder Zoom-Faktor – nicht schon links zu sehen ist!

Bitte

An Hinweisen auf Fehler in meinen Gedanken bin ich interessiert!

Hinweis in eigener Sache: Da mein Hauptspaß im Selberdenken liegt, gibts keine Literatur-Recherche. Fremde Quellen gebe ich natürlich an, aber ich habe nie geprüft, ob ein anderer das auch schon mal gemacht hat, was ich hier darstelle. Ich erhebe ausdrücklich keinen Anspruch auf Einmaligkeit!!!

VIEL SPASS BEIM STÖBERN!

Weiterführende Seiten

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