Joachim Adolphi

Struktur als Protokoll des Werdens


Struktur

„Struktur“ ist schon weiter oben ein wenig erläutert worden.

Aber es ist ja viel komplizierter, denn es liegt ja im Auge und Hirn des Betrachters, ob er Strukturen „sieht“. Zum Glück haben wir kluge und verspielte Künstler, die Spaß daran haben, uns die Mehrdeutigkeit des Begriffs und unserer Sichtweise „vor Augen“ zu führen.

Die ersten waren vielleicht die Erfinder von Ornamenten, vor allem von umlaufenden Schmuckleisten, die schon allein durch den Fakt der Wiederholung strukturiert sind. Das Spiel im Spiel beginnt dort, wo man sich fragt: Was ist „Element“ der Struktur und was ist „Zwischenraum“?

Jedes Schulkind weiß das: Man kann das Kästchenpapier zu zweierlei Zweck nutzen:

Also: Es liegt bei uns, was wir als wesentliches Element des geteilten Gesamtraumes sehen, die Teile des Gesamtraumes oder die Grenzen zwischen den Teilräumen. Wenn man nun die Grenzen so dick zeichnet wie die abgegrenzten Teilräume, so beginnt das Spiel im Spiel:

„Schiefe“ Mäander als Ornamentleiste (http://www.wissen.de/lexikon/ornament-kunst)

Welle als Ornament-Leiste: hell ist spitz, dunkel nicht (ebenda)

Einbeziehung der dritten Dimension: Zwei unendliche Doppelstränge sind mit kreisförmigen „verknüpft“ worden (http://www.symbolforschung.ch/node/371)

M. C. Eschers Salamander: komplette Flächenfüllung mit Dreier-Zwickeln am linken Auge, rechten Hinterknie und am linken Hinterfuß. Diese drei Punkte sind 3 der 6 Ecken eines regelmäßigen Sechsecks, das als Kachelgrundform in drei Farbvarianten zum Zusammensetzen des Gesamtbilds der Salamander verwendet werden kann.

 

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