Joachim Adolphi

Struktur als Protokoll des Werdens


0.5.1.11 Das Zwischen-Quarz-Band ZQ zwischen Am4 und HA

Dieses Zwischenband ZQ ist optisch meist nicht auffallend, aber genetisch imteressant: Es zeigt einen Wechsel von makro- und mikrokristallinem Aufbau, wie er in Geoden oft vorkommt.

Unterteilung

1:        heller Quarz

2:        Chalcedon-Zwischenlage (oft olivgrün dunkel)

3:        heller Quarz

Ganz typisch liegt diese Dreiteilung hier vor:


Zwischen dem dünnen Am4, der sich um die Ausbuchtungen des FB windet, und dem hellen RF-Achat zeigt sich die olivgrüne Chalcedon-Mittellinie des ZQ sehr deutlich.

Wenn der ZQ den Gangabschluss bildet, ist er oft sehr rein, denn dann konnten kaum noch Fremdpartikel zur Verunreinigung beitragen:

Über dem perfekten Am4 bildet der ZQ den Abschluss im gespiegelten Gang-Stück. Der Übergang zu einer wolkigen Struktur ist gerade noch zu erkennen.

Die Breite dieses ZQ ist im Zusammenhang mit der Ausbildung des Am4 und dem Start des HA für lokale Kenner des Schlottwitzer Ganges ein Indiz für den genauen Bildungsort: Den können sie bis auf wenige Dekameter genau angeben!

Selten ist eine Variante, in der auch der ZQ Finger-Strukturen enthält. In diesem Fall ist das die dritte Schicht mit Perimorphosen, alle drei dicht beieinander gestapelt:

Gesamtstück

Band-Details


Der Am4 ist hier wieder nur als winzige dunkle Linie über den Baryt-Perimorphosen zu erahnen. Die grüne Chalcedon-Mittellinie des ZQ windet sich um unklare Strukturen, bevor der Übergang zum HA fließend erscheint. (Müglitzfund)

Auch hier ist es wieder ein Rätsel, wie ein Zwischenband so unterschiedlich ausfallen kann, wenn seine beiden Nachbarn ziemlich über offenbar große räumliche Entfernungen (mehrere Hundert Meter) konstant ausgebildet sind.

(Die Übergänge zum Königs-Felsen werden hier nicht behandelt.)

 

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