Joachim Adolphi

Struktur als Protokoll des Werdens


Einladung zum Stolpern über die Strukturen um uns und in uns

(Zuletzt bearbeitete Seite: 2.8.5 (Interplanetare Reisen) am 09.11.2019)

Diese „Abhandlung“ zu diversen Strukturen in unserem Leben und unserer Umwelt wendet sich erstens an alle Neugierigen, die wie ich (Joachim Adolphi aus Dresden, Jahrgang 1948, verheiratet, sechs Enkel von drei Kindern, Physiker und freiberuflicher Dozent) Spaß am Spielen und Erkennen haben.

Und sie wendet sich zweitens an all jene, die Rhythmus als „Struktur“ und somit als eine eigene Wesenheit anerkennen können, ohne an der negativen Antwort auf die Frage nach dem Vorliegen von Bedingungen für die Determiniertheit ihrer Phasenlage zu verzweifeln (das lässt sogar manch ausgewachsenen Physiker generell an der Determiniertheit der Welt zweifeln!).

Einsteins Satz „Gott würfelt nicht!“ ist ein Hinweis an seine Kollegen, vermeintliche Undeterminiertheit lediglich als menschliche Schwäche beim Abbildungsprozess zu begreifen. Ich verstehe das so, dass ich aus den erkannten Zusammenhängen über Sandkörner in Wind und Schwerkraft zwar die Wellenlänge der entstehenden Sandriffel oder aus Saitenspannung, Saitenlänge und Materialeigenschaften die Tonhöhe bestimmen kann, nicht aber die Phase der jeweiligen Struktur, weil sich diese ja auf eine von mir mit verschiebbarem Nullpunkt versehene Skala (einmal der Ort, einmal die Zeit) bezieht. Schon die Fragestellung, ob ich den Ort des einzelnen Riffels vorausbestimmen könne, ist also unphysikalisch, wenn ich statt diskreter (und bekannter!) Störungen nur „Fluktuationen“ zulasse. (Siehe Quantenphysik und radioaktiven Zerfall…) Einstein war also ein Verfechter der „Kausalität“, der eine (zeitlich gesehen!) Einbahnstraße der „Entwicklung“ voraussetzte, obwohl auch ihm Gleichungen bekannt waren, die invariant bei zeitlicher Spiegelung sind. (Wir werden weiter unten selbst einfache Struktur-Entwicklungen kennenlernen, die nicht umkehrbar eindeutig und schon gar nicht reversibel sind.)

Aber es gibt auch wunderschöne Strukturen, an denen man sich erfreuen kann, obwohl sie determiniert sind oder gerade weil sie es sind (gäbe es sonst „Kunst“?):

Winterliche Thermik-Schatten-Durchblicke am Südfenster (aus der Glocken-Sammlung meiner Frau)

Diese Seiten sind ein Rückblick auf meine eigenen Erkenntnis-Versuche und ein online-Tagebuch der aktuellen Bemühungen, aus Strukturen auf ihr Werden zu schließen. Sie sind also nicht „fertig“!

Buchen-Blätter werden am Stechlin-Ufer durch Wellenschlag gestapelt – aus meiner Struktur-Foto-Sammlung (das sieht man auch an Bach-Ufern und Bach-Steinen, durch die Strömung erzeugt)

Es ist nicht mein Plan, Vorlesungs-Skripte zu liefern, Vollständigkeit zu erreichen oder unwiderlegbar zu sein. Schön wäre es, wenn der oder die eine oder andere selber Lust bekäme, nachzudenken und eigene Fragen mit eigenen Antwortversuchen zu versehen (und mir eventuell sogar die Ergebnisse mitzuteilen?). Nach meiner Erfahrung macht das eigene Finden von Lösungen mehr Spaß als die Zurkenntnisnahme fremder fertiger Rezepte. Dazu bedarf es allerdings zweier wesentlicher Voraussetzungen:

Auf den folgenden Seiten gibt es also viele Fragen und viele Lösungsansätze und Tipps, wie man selber alles gründlich nachvollziehen kann.

Aus meiner Achat-Sammlung: Prachtstück aus einem Nebenfluss der Freiberger Mulde (habe ich in Wendishain 2014 gefunden und bearbeitet) in porphyrischem Rhyolith

(Achate-Fans können sich hier einen Teil meiner Sammlung ansehen.)

Wer sich anregen lässt, Papier und Bleistift oder Tabellenkalkulation und Programmierhandbuch oder einfach nur einen Skizzenblock zu nutzen, um Strukturen nachzuempfinden oder nachzurechnen, wird viel Freude erleben. Er wird einen winzigen Schritt in Richtung der Erkenntnis, was die Welt im Innersten zusammenhält, gehen.

Goldaugenbremse (sticht sehr schmerzhaft!) auf meiner Hand – später in meiner Insektensammlung – und „Auge in Auge“ mit ihren „leuchtenden“ Komplexaugen

(Fans von Insekten und anderen Gliedertieren können hier meine Fotosammlung ansehen.)

Ich habe mich bemüht, so wenig Mathematik wie möglich vorauszusetzen und vorzurechnen – für Interessierte wird es aber Links zu weiteren „Unter-Seiten“ geben, die die Einarbeitung erleichtern sollen.

Aus meiner Kristall-Sammlung: Rutil auf Hämatit aus Brasilien, 60° verzwillingt (Teil eines Sechser-Sterns)

Wer den Echtzeit-Ablauf der vielen Modellierungen erleben will, muss entweder selber nach den gegebenen Vorschlägen programmieren oder um die Zusendung per Kommentar bitten. (Falls sein Provider gezippte Dateien akzeptiert…) Auf diesen Seiten wird es vorläufig nur Screenshots („Video-Stills“) geben.

Regentropfen aus dem Paddelboot heraus betrachtet – es gibt eine Verwandtschaft zur Entstehung des Sumatra-Tsunamis

Fast alle Modellierungen haben so viele freie Parameter, dass es unmöglich sein wird, die Vielfalt der Spielmöglichkeiten auch nur annähernd zu illustrieren. Mehr muss eine Anregung ja auch nicht können, denn das Internet ist schließlich voll von viel besseren Lösungen als den meinen.

Aus meiner Sammlung von Produkten eines alphanumerischen Zellulären Automaten

Für Anregungen zur Ergänzung meiner hier vorgestellten Sammlung bin ich dankbar!

Willkommener Untermieter

Wilder Wein an unserer Gartenmauer mit drei Strukturen ähnlichen Typs: Verzweigung der Äste, der Fruchtstände und der Füßchen (So einfach ist es mit den Themen hier nicht!)

Um nachhaltig Spaß am Lernen und Begreifen zu haben, braucht man echte Erfolgserlebnisse. Dazu gehört nicht ein „Sehr gut!“ des Lehrers, nachdem man erfolgreich abgeschrieben hat, sondern ein

„ICH KANN DAS JA WIRKLICH!“

nach schweißtreibendem Kampf mit der Tücke des Objekts. Das macht ganz still stolz und gibt Kraft für neue Herausforderungen.

Rüsselkäfer (SE-Asien) unterm Mikroskop (Pachyrrhynchus orbifer)

Am allerbesten ist es, wenn man zuerst staunt über eine unverstandene Schönheit (Oloid-Holzmodell vom Weihnachtsmarkt 2016), dann sich wundert und fragt, woher sie kommt, sie dann versteht, sie anschließend für sich formulieren kann, die Formulierung in ein Rechnerprogramm verwandeln kann und außerdem in der Lage ist, die Schönheit in natura nachzubauen:

3D-Schiel-Oloid im Rechner 2017 nachgebaut (mit eigenem VB-Programm)

Oloide: Papiermodell als Nachweis der Abwickelbarkeit, Holzmodell gekauft, 3 Lagen-Baryt-Modelle im Mai 2017 selbst geschliffen aus Eigenfund in Reichstädt/Erzgebirge (Weihnachten 2016)

Irgendwann einmal gab es einen Start für solche Gedanken.

 

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