Joachim Adolphi

Struktur als Protokoll des Werdens


Schlagwort: Modulation

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2. Modulation ohne bleibenden Dreiklangton

Modulationen, bei denen kein Dreiklangton erhalten bleibt, kann man „Rückung“ nennen. Im engeren Sinne gehört natürlich auch der Übergang zur Duodominante (siehe dort) schon dazu, wenn man nämlich die kleine Septime nicht dazuzählt. Hier sollen einige Spezialfälle besprochen werden, die wegen ihrer treibenden Kraft (Leitton-Effekt: Auflösung wird nahegelegt!) gern eingesetzt werden.

1.5 Von der Tonika zur Duodominante

Bleibt man weiterhin dabei, dass man vom Tonika-Dreiklang beim Übergang zu einer anderen Tonart wenigstens einen Ton erhalten möchte, bleibt noch eine weitere Möglichkeit offen, wenn man auch einen Septakkord zulässt (was wir ja beim Übergang zur Dominante auch schon zugelassen haben, um den Übergang selbst minimal zu gestalten): g(V) – 1/2 = fis(III) [Quinte …

1.3 Von der Tonika zur parallelen Molltonart

In den vorangegangenen beiden Abschnitten haben wir die Quinte der Tonika stehen lassen (Übergang zur Dominante) oder die Prime (Übergang zur Sundominante). Jetzt bleibt mit der Terz noch der dritte Dreiklang-Ton übrig, der stehenbleiben könnte. Dafür gibt es zwei Varianten: a) man macht ihn zur Quinte einer Molltonart, was den Vorteil hat, dass auch die …

0. Vorwort: Relatives und Absolutes in der Harmonik

Die Töne unserer Tonleitern (Dur und verschiedene Moll-Formen) sind im abendländischen Kulturverständnis im Sinne einer „Wohltemperierung“ so festgelegt, dass die aus ihnen zu bildenden Intervalle („Abstände“ auf der logarithmierten Frequenzskala, gut ersichtlich übrigens an den gleich breiten Tasten einer Klaviatur) unabhängig vom Bezugston untereinander gleich sind. (Bei anderen Instrumenten, wo schwingende Saiten- oder Luftsäulen-Längen verändert …