Joachim Adolphi

Struktur als Protokoll des Werdens


0.5.5 Dönschten-Falkenhain

Das Fundgebiet liegt auf dem stumpfwinkligen nördlichen „Dach“ eines Dreiecks, dessen lange Seite Dönschten und Falkenhain verbindet. Man findet auch hier beim „Anpirschen“ Quarz, Hornstein, blassen Amethyst und dunkelviolette eisenhaltige Gangmassen. Und dann endlich kann man mit viel Glück einen schmalen und gut gegliederten Achat finden, der im charakteristischen Fall perimorph um ziemlich langgestreckte (mehr als 10 mal so lang wie dick) Baryt-Tafeln liegt, die häufig schon pseudomorph durch Quarz ersetzt sind, manchmal aber nicht vollständig. Das erste abgebildete Stück (2014) ist etwa 10 cm lang und gehört damit schon zu den großen Funden.

Der überlagernde Quarz bietet einen schönen Kontrast, die hämatitreiche Schicht darüber wiederum.

Quarzdruse

Quarzdruse bearbeitet

Die Unterlage des Achats erinnert an das Schlottwitzer „Fingerband“

Manchmal findet man auch nur die „Unterlage“ als PM-Salat:

Abweichender Aufbau

Flussabwärts gibt es diese Achate mit sehr viel Glück auch in Coswig und bei Riesa:

Und sogar Trümmer sind, eingebettet in die sonst überlagernde spätere Lila-Schicht, zu finden:

Auch hier in Dönschten ist also in der Umgebung des Achats unterschiedlich gefärbter Amethyst im Gang zu finden (wie auch in Johnsbach!), alles Begehung 2014:

Einen schönen Kontrast bildet manchmal rotbrauner „Schokoladen“-Jaspis als Amethyst-Abschluss oder als Trümmer-Füllung:

 

 

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