Joachim Adolphi

Struktur als Protokoll des Werdens


Harmonie in der Musik theoretisch und an Beispielen

Hier möchte ich mich als Physiker (also „nur“ Hobby-Musiker) an Hobby-Musiker wenden, um mit möglichst wenig Fachbegriffen dazu beizutragen, das Zusammenspiel nach Noten oder Intuition („Improvisation“) zu erleichtern. Wenn man über das Zusammenspiel auch mit Worten kommunizieren will, kommt man um ein gemeinsames Verständnis von Begriffsinhalten nicht herum.

Die Musik ist ein wunderbares akustisches Geschehen, das sowohl im Moment als auch im Zeitablauf stattfindet. Dadurch sind in ihr beeindruckend viele Bezüge „zu sich selbst“ möglich, da ja jeder Mensch ein Kurzzeitgedächtnis für Klänge hat (sonst könnten wir auch keine gesprochenen Sätze verstehen).

Diese Bezüge zu sich selbst sind rhythmischer, harmonischer und kontrapunktischer Art.

In diesem Anschnitt geht es um die Harmonie.

Die physikalische Grundlage der Harmonie sind die natürlichen Obertöne (ganzzahlige Vielfache einer Grundfrequenz).

Die psychologische Grundlage der Harmonie ist das kulturell bedingte „Zusammenklang-Gefühl“ (Konsonzanz im Gegensatz zu Dissonanz), das physikalisch durch Oberton-Überlagerung in gewisser Weise vorgeprägt ist (Siehe auch dort und dort!). Der Zeit-Aspekt kommt durch die gefühlte Erwartung einer „Auflösung“ von Dissonanzen hinzu. Genau mit dieser gefühlten Erwartung spielt die Musik.

Vor uns steht also die Aufgabe, solche Erwartungssituationen zu systematisieren und einzeln (mit konkreten Beispielen!) abzuhandeln. Das geschieht in den Unterpunkten dieses Abschnitts.

Dabei geht es – jedenfalls sollte es so verstanden werden – vom Einfachen zum Komplizierten.

Ich will versuchen, alles unter ähnlichen Gesichtspunkten abzuhandeln, nämlich mit der Prämisse einer zeitlichen „Entwicklung“ zweier Arten von Ton-Folgen:

– gehaltene Töne

– möglichst geringfügig veränderte Töne (Leitton -> Zielton)

So ist es nach meiner Erfahrung für den Anfänger am leichtesten zu systematisieren. Auf diese Weise verändern sich jedenfalls in der Musik die Intervalle und Akkorde, wenn wir sie gefühlt als „schön“ oder „gut klingend“ bezeichnen würden und also gern und freiwillig mit der Musik „mitgehen“.

(Nicht alle verwendeten Begriffe können hier erläutert werden, man sollte also bei Fragen auch mal googeln oder bei Wiki oder einem alten Musik-Schulbuch nachschauen. Noten-Kenntnis und Grundbegriffe wie die Intervalle, ein Dreiklang, Dur und Moll werden vorausgesetzt.)

Zwei gute Vor-Übungen sind es in jedem Falle,

einmal zu probieren, ob man ganz unbefangen (also rein emotional, ohne theoretische Gedanken zu strapazieren!) zu einem Titel, der einem gefällt, immerzu den jeweiligen Grundton der Begleitung „hören“ kann,

und zum anderen das gleiche bei einer Melodie OHNE Begleitung zu probieren.

Das gelingt auch, wenn man sich eine Melodie nur vorstellt.

In diesem Falle sollten die folgenden Abschnitte mit ihren Übungs-Vorschlägen leicht verständlich und realisierbar sein.

Wer damit Schwierigkeiten hat, kann das Lernen wohl am besten an einem Tasteninstrument versuchen, weil man dort auch die nicht gespielten Töne „sehen“ kann.

Als los!

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