Joachim Adolphi

Struktur als Protokoll des Werdens


Schlagwort: Harmonie

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2. Zweitstimme als rhythmisch UND harmonisch stabilisierendes Element: Walking Bass

Jeder kann sich erinnern, schon einmal einen Bass-Gang gehört zu haben, bei dem man fast die Hauptstimmes des Titels vergisst: den „Walking Bass“. Das liegt dann daran, dass dieser Bass-Gang gleich zwei Funktionen erfüllt hat: Erstens bleibt er – wie ein Schlagzeug – fest im Viertel-Rhythmus (manchmal auch im Halben- oder Achtel-), und zweitens führt …

4. Raffinierte Modulations-Beispiele

An dieser Stelle möchte ich ein paar Beispiele anfügen, die ich immer sehr gern selber spiele, weil sie Gefühl und Verstand gleichermaßen ansprechen und zum konzentrierten Improvisieren anregen (Pfuschen ist hier nicht angesagt!). 1. Desafinado („Slightly out of tune“) (Antonio Carlos Jobim) 2. The Girl from Ipanema (Antonio Carlos Jobim) 3. (Man kann sich das …

3. Sequenzen in der Modulation

Besonders schön sind Folgen gleicher harmonischer Bezüge (strukturell ganz allgemein „Sequenzen“ genannt). Sie können unterschiedlich raffiniert aufgebaut sein, alle basieren aber immer auf den relativen Bezügen des Quintenzirkels und der wohltemperierten Tonleiter. Hier können wegen der Vielzahl der Möglichkeiten nur einige wenige Beispiele angeführt werden.

2. Modulation ohne bleibenden Dreiklangton

Modulationen, bei denen kein Dreiklangton erhalten bleibt, kann man „Rückung“ nennen. Im engeren Sinne gehört natürlich auch der Übergang zur Duodominante (siehe dort) schon dazu, wenn man nämlich die kleine Septime nicht dazuzählt. Hier sollen einige Spezialfälle besprochen werden, die wegen ihrer treibenden Kraft (Leitton-Effekt: Auflösung wird nahegelegt!) gern eingesetzt werden.

0. Vorwort: Relatives und Absolutes in der Harmonik

Die Töne unserer Tonleitern (Dur und verschiedene Moll-Formen) sind im abendländischen Kulturverständnis im Sinne einer „Wohltemperierung“ so festgelegt, dass die aus ihnen zu bildenden Intervalle („Abstände“ auf der logarithmierten Frequenzskala, gut ersichtlich übrigens an den gleich breiten Tasten einer Klaviatur) unabhängig vom Bezugston untereinander gleich sind. (Bei anderen Instrumenten, wo schwingende Saiten- oder Luftsäulen-Längen verändert …

Harmonie in der Musik theoretisch und an Beispielen

Hier möchte ich mich als Physiker (also „nur“ Hobby-Musiker) an Hobby-Musiker wenden, um mit möglichst wenig Fachbegriffen dazu beizutragen, das Zusammenspiel nach Noten oder Intuition („Improvisation“) zu erleichtern. Wenn man über das Zusammenspiel auch mit Worten kommunizieren will, kommt man um ein gemeinsames Verständnis von Begriffsinhalten nicht herum. Die Musik ist ein wunderbares akustisches Geschehen, …

4.3.3.4 Chopin

Eins meiner Lieblings-Stücke zum Spielen in völliger Dunkelheit ist der cis-Moll-Walzer von Chopin: Als Elfjähriger war ich nicht sofort in der Lage, die harmonischen Bezüge theoretisch zu verstehen, aber ihr „Drive“ hat mich bald gefangen. Wie bei Beethoven im Abschnitt 4.3.3.3 geht es mit einem Auftakt auf der Quinte los, was schnell mit dem Volltakt …

4.3.3.1 Harmonie und Psyche

Frage: Kann man sein Harmoniebedürfnis mit Musik stillen? Antwort: JA!! Der Begriff der Harmonie ist in der Musik klarer gefasst als in der Psychologie. Musikalische Harmonie ist auch ohne theoretisches Vorwissen psychisch als ganz allgemeine Harmonie im Sinne von wortloser (und für den Laien nicht in Worte zu fassender) „Stimmigkeit“ ERLEBBAR. Musikalische Harmonielehre kennt viele …

4.3.1.2 Musik-Strukturelement 2: Tonhöhe als Melodie und Harmonie

(letzte Änderung: 21.06.2022) Musik kann auch aus Geräuschen ohne erkennbare Tonhöhe bestehen und wird auch als Musik anerkannt, wenn es ein reines Rhythmus-Geschehen mit entsprechenden Instrumenten ist: Rasseln, Klappern, Blechtöpfe usw. usf. Damit kann man wunderbare Effekte über die Lautstärke und den geschachtelten Zeitablauf sowie über das Wechselspiel der Teilnehmer erreichen. (Vergleiche Strukturelement 1!) Hier …